Gesprächstermin im Wald mit unserer Bundestagsabgeordneten

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Sonja Eichwede zu Besuch bei der GBNO

Wer über konkrete Maßnahmen im Umwelt- und Naturschutz reden möchte, ist immer gut beraten auch den Blick in die Natur zu wagen, um am Ende auch zu wissen, wovon man eigentlich redet.

Diesem Moto sind wir heute gefolgt und empfingen unsere Bundestagsabgeordnete Sonja Eichwede in dem Waldgebiet, wo weit über 500.000 Bäume der Gefahr einer Fällung ausgesetzt sind. Der Hintergrund: An einem der höchsten Punkte der Stadt Brandenburg soll zwischen Göttin und Paterdamm beiderseits der Bundesautobahn A2 eine Fläche in Größe von etwa 400 Hektar für eine mögliche Großindustrieansiedlung geschaffen werden.

In dem sehr konstruktiven Gespräch mit der Abgeordneten Eichwede und dem Stadtverordneten Holzschuher machten wir deutlich, dass Industrieansiedlungen natürlich wichtig für unsere Region seien, aber es Alternativen zu einer Abholzung von so vielen  Bäume geben muss! Wir ließen keinen Zweifel daran, dass wir als Bürgerinitiative für diesen Wald einstehen werden, ohne in diesem Zusammenhang unsere Gesprächsbereitschaft aufzugeben.  

Auch folgende andere Themen wurden bei unserem Außentermin besprochen:

  1. Wir unterstrichen nochmals die Wichtigkeit der Erhaltung des Landschaftsschutzgebietes bei Wendgräben und zeigten in diesem Zusammenhang auf, dass unsere Argumentation sich mit der des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, als zuständigen Entscheidungsträger, deckt. Eine touristische Nutzung ist und bleibt aus naturrechtlichen Gründen auf den ehemaligen Rieselfeldern sehr schwierig.
  2. Auch konnten wir an unseren zahlreichen eigenen Aufforstungs- und Pflanzaktionen aufzeigen, wie hoch das Interesse für eine intakte Natur in unserer Stadt ist. Unsere steigenden Mitgliedzahlen (derzeit 143) unterstrichen dieses Argument. Sehr angetan war unsere Abgeordnete insbesondere von unserer Nistkastenaktion, die insgesamt 50 Kindern und ihren Familien die Möglichkeit gab, aktiv etwas für den Naturschutz zu tun.
  3. Wir wiesen auch darauf hin, dass gerade bei so großen Vorhaben wie die touristische Nutzung der Rieselfelder und die Schaffung eines Großindustriegebietes eine frühzeitige breite Bürgerbeteiligung von Seiten der Politik sehr wichtig sei und die Akzeptanz der Entscheidungen erhöhen kann.

GBNO

GBNO

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Abgeordneten Sonja Eichwede und Herrn und Frau Holzschuher für dieses sehr offene und konstruktive Gespräch.

Robert Thiele

Sprecher

Göttiner Bürgerinitiative - Naturnahe Orts- und Stadtteile e.V.

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