Pressemitteilung zur Ablehnung unser Petition

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Bebauung bei Wendgräben: SVV schießt ins Blaue ohne erkennbaren eigenen Gestaltungswillen.

Nach vielen Ausschusssitzungen und unzählbaren Stunden in der Stadtverordnetenversammlung wurde unsere Petition für den Erhalt der Rieselfelder bei Wendgräben als Landschaftsschutzgebiet abgewiesen.
Unser Dank gilt den vielen engagierten Brandenburgern für ihre Unterstützung mit mehr als 2000 Unterschriften für den Schutz der Fläche vor einer massiven Bebauung, wie sie durch die Mehrzahl unserer Stadtverordneten gewünscht war.
Wir als Beobachter dieses Prozesses fragen uns nach dem Feilbieten von knapp 100 Hektar Landschaftsschutzgebiet an potenzielle Investoren ohne irgendwelche konkreten Planungsvorgaben seitens der Stadt Brandenburg: Was bleibt übrig von dem Vorhaben?
Wie möchte man eine Insel-Bebauung von 100 Hektar Größe inmitten eines umfassenden Schutzgebietes bewerkstelligen, wenn man keine Vorgaben zur Gestaltung und Entwicklung des Areals macht?
Wir stellen fest: Ein Teil unserer Stadtverordneten möchte etwas für die Entwicklung unserer schönen Stadt tun, aber ohne eigene konkrete Ideen und das Verständnis für so ein Projekt in einem wertvollen Schutzgebiet. Ignoriert wird an dieser Stelle nicht nur das gültige Tourismuskonzept der Stadt Brandenburg, das klar aussagt: Touristische Entwicklung muss von der Innenstadt heraus angelegt sein. Nein, hier werden auch sämtliche ökologischen Bedenken, so die Einwände des Umweltbeirates, die Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde und der Bürgerinnen und Bürger einfach weggewischt nur um ein äußerst fragwürdiges Projekt ins Grüne zu setzen.
Hoffnung macht uns neben der großen Unterstützung ein Schreiben des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, wonach die Planung eines 100 Hektar großen Ferienparks im Zustimmungsverfahren zur Ausgliederung aus dem Landschaftsschutzgebiet wohl kaum Aussicht auf Erfolg hätte.
Nach den langen und ernüchternden Ergebnissen der Prüfung durch die Stadtverordnetenversammlung möchte der Oberbürgermeister nun spätestens im Juni von der Verwaltung ein Konzept erarbeiten lassen.
Wir als Bürgerinitiative bleiben gespannt und besorgt, was uns dann nach dem Willen vieler Stadtverordneten als Ergebnis serviert werden wird. Einen derart traurigen Schnellschuss ohne breite Bürgerbeteiligung im Vorfeld und vor Allem ohne eine mittelfristig angelegte von den Bürgerinnen und Bürgern getragene Entwicklungsplanung für unsere schöne Havelstadt kann wohl niemand wollen.

 

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